Warum mache ich das alles?

 

 Eine Zukunft für Kinder in einer intakten Umwelt


Mit jeder effektiven Solaranlage die gute Erträge bringt ist wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gemacht, damit nicht noch mehr wertvolle Nahrungsmittel wie Getreide und Mais zur Energiegewinnung vernichtet werden, und dadurch die Hungersnot in der Welt noch weiter wächst.

Eine Solaranlage die gut funktioniert ist im Verhältnis zur Umwelt wie ein Tropfen Wasser auf einen heißen Wüstenboden. Doch können viele Regentropfen letztendlich sogar eine Wüste zum blühen bringen.

Ich sehen es als Auftrag in der heutigen Zeit daran zu arbeiten, dass den Kindern dieser Welt eine saubere Umwelt hinterlassen wird, und sie eine Zukunft durch eine Schulausbildung bekommen, die ihnen ermöglicht der Kinderarbeit und Prostitution zu entkommen. Die Steyler Missionare sind mit ihrer Arbeit sehr erfolgreich tätig, deshalb möchten wir sie hier an dieser Stelle mit Spenden unterstützen.

Lass den Herrn über dein Tun entscheiden, dann werden sich deine Pläne erfüllen. (Bibel Spr.16,3)     

Ich wäre glücklich darüber, wenn meine Arbeit dazu beitragen würde, dass Menschen, die für die Welt unbedeutend sind, wie im nachfolgendem Video anschaulich gezeigt wird, aus ihrem Elend befreit werden.

 

Jeder kann dazu beitragen, dass diese Not ein Ende hat!   

Damit Ihre Spende auch ganz sicher dem im Video gezeigten Projekt zugute kommt, bitten wir sie den unten angegebenen Verwendungszweck auf Ihrem Überweisungsformular anzugeben.

Steyler Mission
Steyler Bank
BLZ 386 215 00, Konto-Nr. 11 009
BIC: GENODED1STB
IBAN: DE773862 1500 0000 011 009

Verwendungszweck: AZ1991 Kulüke-Kinder auf Mülldeponien

Für eine Spendenquittung wird Ihre vollständige Adresse benötigt und der Hinweis "bitte SQ" im Verwendungszweck

Bedürftigen helfen heißt dem Herrn etwas leihen, der wird es voll zurückerstatten. (Bibel Spr. 19,17)

 

Liebe Frau Dxxxxxx,

über Umwege erreicht mich Ihre Mail vom 20. November. Ich danke Ihnen und Ihrem Ehemann ganz herzlich für Ihr Interesse an unserer Arbeit und für Ihre Hilfe. Der nachfolgende Rundbrief gibt einen Einblick in die Entwicklungen unserer Projekte.

Mit freundlichen Grüssen aus Cebu - Heinz Kulüke SVD

P. Heinz Kulüke SVD - University of San Carlos - 6000 Cebu City - PHILIPPINEN

 

                                                                                                                                                               Dezember 2010

Liebe Frau und lieber Herr Dxxxxxxxx,

 

das Jahr 2010 neigt sich dem Ende. Dankbar versucht der nachfolgende Rundbrief, einen Einblick in die Weiterentwicklung der von vielen Menschen so grosszügig unterstützten Projekte zu geben.

 

Die Mülldeponien  sind  unsere  bleibende  Sorge.  Immer wieder finden sich dort neue Familien ein, die auf vielfältige Weise Hilfe benötigen. Und dies vor allem bei der Schulung der Kinder, denn "der Ausweg aus Armut und Elend ist der Bildungsweg".

 

20. Februar 2010. Samstagabend. Vorabendgottesdienst auf der Mülldeponie in Mandaue. Am Ende des Gottesdienstes bitte ich die Kinder, das Dankgebet frei zu formulieren. Ein achtjähriges Mädchen betet: "Lieber Gott, ich danke Dir für den vielen Müll, denn wenn es den Müll nicht gäbe, hätten wir keine Arbeit und auch nichts zu Essen. Ganz herzlichen Dank!" . Das Mädchen weiss, wovon es spricht. Schon im Alter von nur sechs Jahren hat sie gelernt, auf der stinkenden und rauchenden Müllhalde nach wiederverwertbaren und verkaufbaren Materialien zu suchen. So trägt sie ihren Teil zum Lebensunterhalt der Familie bei. Erst seit einigen Monaten geht sie in die Schule. Jedes Wochenende und an schulfreien Tagen arbeitet sie weiterhin auf dem Müll .

 

17. Juni 2010: Besuch auf der Mülldeponie Cebu: Der Buntstift wirkt viel zu gross in der kleinen Hand des mageren siebenjährigen Jungen in Schuluniform. Das weisse Blatt Papier vor ihm, mit einigen Buchstaben "D" und "L" in Rot, erscheint als scharfer Kontrast zu dem dreckigen Fussboden der Hütte, notdürftig aus Abfallmaterialien von der Mülldeponie erstellt. . Immer mehr "Ds" und "Ls" aus der Hand des Jungen füllen das Blatt. . Es kostet ihm Kraft, sein Gesicht ist ernst, Schweissperlen auf der Stirn, hin und wieder ein freudiges Lächeln, wenn wieder eine Zeile voll ist. . Umgeben von Mutter, Vater und Grossmutter . Sie beobachten das Geschehen mit stolzem Blick. . Ein Kind lernt schreiben . ein besonderes Kind, aufgewachsen auf einer Mülldeponie, häufig hungernd, krank und dem Tod nahe. . Die Eltern haben die Grundschule nicht fertig gemacht. . Die Grossmutter musste schon nach dem ersten Jahr abbrechen. Sie kann selber nicht schreiben und bestaunt nun wohlwollend ihr Enkelkind. . Ich freue mich mit der ganzen Familie. Ein wunderschönes Bild. . Ein Kind umgeben von absoluter Armut, dennoch ein Licht im Dunkeln, Hoffnungsträger einer besseren Zukunft .

 

Immer mehr Kinder der 4 Mülldeponien Cebus, auf denen weit über 5.500 Menschen leben, sind in den letzten Jahren eingeschult worden, haben nach dem Kindergarten die Grundschule fertig gemacht und sind heute in der Mittelschule oder haben schon mit der Berufsausbildung begonnen. Ob sie später Arbeit finden, in der Zeit der Wirtschaftskrise, in der täglich immer mehr andere ihre Arbeit verlieren . all das ist unsicher, dennoch eingeschult zu sein, hat die Kinder und deren Familien verändert. Sie haben ihre Würde wieder entdeckt. Und das ist wichtig gerade für "Müllmenschen", die nicht nur auf einer Müllhalde leben, sondern auch häufig wie Müll behandelt werden. All das muss sich ändern. Dabei spielt die Schulung dieser Kinder eine so wichtige Rolle. Es ist sehr schön, bei den Besuchen der Mülldeponien so viele Kinder nachmittags in Schuluniformen zu sehen, was ganz einfach heisst, dass sie eingeschult sind und sich so auf eine bessere Zukunft vorbereiten.

 

Ohne die grosszügige Hilfe von Menschen in der Heimat wäre all das nicht möglich. Die Menschen von den Deponien wissen das sehr zu schätzen. Es kostet 50 Euro ein Kind ein Jahr lang in der Grundschule zu fördern. In der Mittelschule sind es 90 Euro. Ausgaben enstehen für Schulmaterialien (Hefte, Stifte, Bücher), Schuluniformen, Schuhe, Rucksäcke, Transport und Nahrung. Alljährlich bleibt die Herausforderung, bis zu 1.500 Kinder der Müllsammlerfamilien aber auch der in anderen Slums lebenden Familien zu fördern. 43 Kindergärten bereiten über 3.000 Kinder auf die Grundschule vor. 40-70 jungen Leuten wird zudem alljährlich die Berufsausbildung finanziert.

 

8. Juli 2010: Es lohnt sich, in Bildung zu investieren. . Die Sekretärin reicht mir eine Visitenkarte. Eine junge Rechtsanwältin will mich sprechen. Janessa Blanco, Rechtsanwältin, steht auf der Karte. . Ich kenne Janessa seit vielen Jahren. Sie konnte von unserem Stipendienprogramm profitieren, hat an unserer San Carlos Uni Rechtswissenschaften studiert und soeben ihre Staatsprüfung als Rechtsanwältin erfolgreich bestanden. Bereits in der Mittelschule hat Janessa dabei geholfen, die Manobos zu organisieren, ein Stamm in unseren Pfarreien auf der Insel Mindanao, etwa 80.000 Menschen. Viele der Manobos haben damals ihr Land zu einem Spottpreis an multinationale Unternehmen verkauft und sind heute landlos. Janessa empfindet das als massives Unrecht. Sie will nun als Rechtsanwältin gerade diesen Menschen helfen.

 

Der Menschenhandel und die Ausbeutung junger Mädchen in den zahlreichen Rotlichtmilieus der Insel Cebu sind eine weitere Herausforderung. Immer mehr Menschen sind HIV positiv.

 

"Mein Name ist Noemi", stellt sich das nur etwa fünfzehnjährige Mädchen bei unserem Besuch des Nachtclubs vor einigen Jahren vor. Als die Anwerber kommen, lebt sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in einem der Elendsviertel von Cebu. "Es fehlt ganz einfach an allem", erzählt Noemi. Der Vater ist durch einen Unfall schwerstbehindert. Die Mutter versucht die fünfköpfige Familie als Putzfrau über Wasser zu halten. Häufig reichen die geringen Einkünfte nicht einmal für die drei täglichen Mahlzeiten. Den Schulbesuch haben Noemi und ihre Geschwister schon länger einstellen müssen. . Die Anwerber versprechen Noemi Arbeit in einem Restaurant. Die Mutter stimmt zu, weil sie die zusätzlichen Einnahmen dringend für das Überleben der Familie braucht. Doch sehr bald kommt das böse Erwachen. Anstelle eines Restaurants findet sich Noemi in einem Nachtclub wieder. So gerne sie es getan hätte, sie kann ganz einfach nicht fliehen, berichtet sie mit Tränen in den Augen. Sie erzählt davon, wie sie als Tänzerin arbeitet und dann immer wieder an Kunden verkauft wird. Häufig wird sie missbraucht. . Geschlechtskrankheiten, Drogen, noch nicht einmal sechzehn ist sie das erste Mal schwanger. . Noemi ist dankbar, dass jemand ihr zuhört . Zuflucht findet sie zunächst in unserem Drop-In Zentrum. Hier beginnt ein neues Leben, das sie sehr bald in unserem REHA Zentrum fortsetzt. Immer mehr fängt sie an zu verstehen, wie sehr sie ausgenutzt worden ist. Nur langsam heilen die tiefen Wunden massiver Ausbeutung. Noemi träumt von einem besseren Leben für sich und ihre Familie. Sie macht die Mitteschule fertig und beginnt dann eine Berufsausbildung. Ihr grosser Traum ist, eines Tages als Stewardess zu arbeiten. Das Studium schliesst Noemi mit Erfolg ab. Darüber ist die nun 22 jährige überglücklich. Und noch mehr. Noch während des Studiums arbeitet sie als Freiwillige in unseren Aufklärungsprojekten mit. Sie hat die anderen Mädchen in der Szene nicht vergessen. Sie will helfen, andere Mädchen vor den Anwerbern zu warnen, um sie vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. .

 

Das Drop-In Zentrum für die Mädchen aus den Rotlichtmilieus wird alljährlich von bis zu 700 Mädchen besucht. Im Rehabilitierungszentrum sind bereits weit über 350 junge Mädchen versorgt und auf ein neues Leben vorbereitet worden. Ein anderes Programm hilft bei der Wiedereingliederung der Mädchen in die Gesellschaft. Ein Cinemobile dient der Vorbeugung und versucht, junge Menschen vor allem auf der Insel Mindanao vor den Menschenhändlern zu warnen.

Auch die medizinische Versorgung der Menschen in den Slums spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Dank der Hilfe deutscher Ärzte werden alljährlich über 30.000 Menschen in unseren medizinischen Programmen versorgt. Die meisten davon sind Kinder, die besonders unter den Lebensbedingungen in den Slums leiden.

Wichtig ist nach wie vor zudem die Arbeit mit den Strassenmenschen. Das vor etwas über einem Jahr eröffnete "Haus des Guten Samariters" wird täglich von 30 bis 50 älteren Obdachlosen besucht. Zudem werden dort wöchentlich etwa 100 Strassenkinder betreut, die in Gruppen von 25 Kindern kommen. Zum Angebot gehören Nahrung, Medizin, Duschen, Kleiderwaschen, Beratungsgespräche und Unterricht.

Auch die Haubauprojekte sind wichtig. Drei weitere Hausbauprojekte laufen auf Hochtouren und werden etwa 700 Familien in den kommenden Jahren ein neues Zuhause bieten. Insgesamt sind es in den vergangenen Jahren bereits acht Hausbauprojekte, die die Lebensbedingungen der Leute aus den Slums drastisch verbessern.

Zu all diesen Hilfsprojekten kommt dann noch die Unterstützung notleidender Familien bei Grossbränden und Naturkatastrophen. Vor allem geht es dabei um die Versorgung mit Nahrung, Medizin, Kleidung und Hilfe beim Bau einer neuen Unterkunft.

 

All diese Projekte wären ohne die grosszügige Hilfe von vielen Einzelspendern und auch Agenturen nicht möglich. Ich darf den Dank der uns anvertrauten Menschen weiterleiten. Was häufig als Tropfen auf den heissen Stein erscheint, ist für immer mehr Menschen ganz einfach überlebenswichtig. Barmherzigkeit wird glaubhaft erfahrbar im konkreten Handeln. Sie bedeutet bleibende Hoffnung in der Situation der Not, Menschwerdung auch im Andenken an die Menschwerdung Gottes.

 

Am Ende der Wunsch fűr eine gute Advents- und Weihnachtszeit sowie ein neues Jahr, das Frieden und lebensverändernde Entwicklung bringt. Mit herzlichen Grűssen                                                                                                           

 

                                                                                                                   Heinz Kulüke SVD